Freitag, 3. Juni 2022

 Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir.

Ich habe gestern festgestellt, dass das Schreiben schon immer mein Medium war. Auch wenn ich mir mittlerweile fiktive Geschichten ausdenke und wesentlich weiter denke, als damals, so habe ich auf meiner externen Festplatte doch zehn angefangene Projekte gefunden. Die meisten davon sind entstanden, wenn es mir selbst nicht so gut ging, und das hört man auch raus.

In einem dieser Dokumente habe ich dich als meinen besten Freund betitelt. Also damals. Und das hat mich zum Nachdenken gebracht, wie wir beide uns überhaupt kennengelernt haben. War es der Chor in der 5. und 6. Klasse? Oder die Handarbeits-AG? Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass du schon damals nicht in das typische (und ätzende) Männerbild gepasst hast. Du warst einfach du. 

Aber wer wäre ich, wenn ich nicht direkt wieder von dir träumen würde, nur weil ich über dich nachdenke. Davon träume, dich wiederzusehen, dir zu zeigen, was ich immer noch, nach dieser ganzen Zeit fühle. Und zu merken, dass es dir ähnlich geht. Aber dann kommt der schwierige Teil: Ich liebe nicht nur dich. 

Mein Herz ist groß genug für mehrere Menschen. Damals konnte ich es nie einordnen, warum ich mir so sicher war, dass es möglich ist, zwei Menschen zu lieben. Aber mittlerweile kann ich es. Keine Liebe ist wie die andere, aber das macht sie nicht stärker oder schwächer. 

Ich hab keine Ahnung, was passieren würde, wenn wir uns mal wiedersehen würden. Es ist ewig lange her und ich habe mich verändert genauso wie du dich verändert haben wirst. Aber dennoch würde ich so gern herausfinden, wie es dir geht, wie du denkst, wie du bist. 

Aber wo soll das hinführen. 

Also träume ich einfach weiter von dir und erzähle dir in meinen Träumen, wie sehr ich dich liebe. 

Samstag, 12. Februar 2022

Immer, wenn es mir nicht so gut geht, sind all diese Gedanken wieder da. Alles, was ich damals gefühlt habe - zu viel gefühlt habe - kommt wieder hoch und überfährt mich wie ein Zug. Weil ich nicht weiß, wohin mit meinen Gedanken. Gedanken, die ich seit zehn Jahren habe, die immer wiederkommen und nie ganz weggehen. Gedanken, von denen man meinen würde, dass sie eigentlich längst vergessen sein sollten. 

Aber sie sind es nicht. 

Ich hab keine Ahnung, ob du dich überhaupt hier dran erinnerst. Ob du jemals wieder auf diese Seite gesehen hast, seit das mit uns nicht mehr war. 

Aber weil ich weiß, dass eine direkte Nachricht nach dieser Zeit absolut awkward ist, weil ich vermutlich die einzige bin, die so lange an Vergangenem hängt, schreibe ich es einfach hier. 

Es tut mir leid. Alles, was damals passiert ist. Ich habe jeden Eintrag hier und auf meinem anderen Blog gelesen, mich an so viel erinnert, die Gefühle einfach mal Gefühle sein lassen und ich möchte mich entschuldigen. Wie ich damals zu dir war, war alles andere als erste Klasse. Aber ich hatte Angst. Angst, dass du mich nicht willst, wenn ich ihn nicht mehr habe. Angst, dass ich dir nicht die Freiheit geben konnte, die du brauchtest, wo ich doch so viele Nähe brauchte, wie ich bekommen konnte. Ich fühlte unsere Gefühle, aber ich fühlte nicht, dass wir als Paar funktionieren würden. 

Was alles noch lange kein Grund dafür ist, dich so in der Luft hängen zu lassen. Dir nie zu sagen, woran du bist. Dich nicht fühlen zu lassen, woran du bist, obwohl ich für dich alles gefühlt habe. Immer noch fühle. Weil du mir nie aus dem Kopf gegangen bist und nie gehen wirst. 

Du bist mein Kryptonit. Mein Alles und Immer. 

Es tut mir leid, dass es damals war, wie es war. Ich würde es gerne rückgängig machen, dich besser behandeln, dich voll und ganz lieben, aber ich kann es nicht. 

Manchmal frage ich mich dennoch, was aus uns geworden wäre, wenn ich anders gehandelt hätte. Du und ich. Alles, wovon ich immer träume. 

Aber ich werde es nie herausfinden. Weil ich mich nicht melden werde und du schon gar nicht. Weil wir unsere Leben fernab unserer Jugend leben und du vermutlich gedanklich längst weitergezogen bist. Nur ich nicht. Natürlich nicht. Denn ich habe damals gesagt, dass ich dich immer lieben werde. Und genau das tue ich. Ich liebe dich. Damals. Heute. Immer. 

Sonntag, 16. Januar 2022

 Das ist ein Scherz. Ein absoluter Scherz. 10 Jahre später führt es mich auf diesen Blog. Ich habe alles gelesen, alles gefühlt – und es hat sich nicht viel geändert. Was. Zur. Hölle. 

Donnerstag, 27. Juni 2013

Verdammte Scheiße, du fehlst mir. Und wenn du das hier liest, dann weiß ich, dass du weißt, dass ich dich meine. Wen sollte ich auch sonst meinen?
 
Tonight, take me to the other side
Sparks fly like the Fourth Of July
Just take me to the other side
I see that sexy look in your eyes
And I know, we ain't friends anymore
If we walk down this road
We'll be lovers for sure
So tonight, kiss me like it's do or die
And take me to the other side.
 

Donnerstag, 16. Mai 2013

What I don't get is, how you can walk straight past me like I never meant anything to you. That hurts a lot. It's like a high-five in my heart. But, don't care, it's just me. 

Montag, 11. Februar 2013

Sonntag, 10. Februar 2013

Wir steigen in die S-Bahn ein, setzen uns und reden ein wenig miteinander. Ich versuche mich am Gespräch zu beteiligen, weil ich Angst habe, sonst einzuschlafen. "Du siehst müde aus.", sagt sie. Ich antworte mit einem "Hmmhm" und versuche meine Augen so wach wie möglich aussehen zu lassen. 
Egal, aus welchem Fenster ich schaue, ich sehe immer nur Lichter, die sich nicht zuordnen lassen. Trotzdem wende ich den Blick nicht ab, ich habe schon immer gerne in die Dunkelheit gesehen. Andere S-Bahnen rauschen an unserer vorbei, an jeder Haltestelle steigen wieder Personen ein. Manche schauen mich an, schauen wieder weg oder belassen es dabei, mich mit ihren Augen zu löchern. Wie ich es hasse, angestarrt zu werden. Manchen schaue ich ebenfalls in die Augen, anderen nicht. Die S-Bahn hält am Hauptbahnhof, die meisten steigen aus, andere fahren weiter. "Noch zwei Stationen", denke ich. 
Wir fahren weitere zehn Minuten, dann steigen wir aus, wie auch scheinbar die restlichen S-Bahn-Fahrer. Wir steigen die Treppe hinauf, uns kommt ein kalter Luftzug entgegen. Oben angekommen werde ich von den Lichtern erschlagen. Der Himmel schwarz die Pech, die Lichter der verschiedenen Bars und Läden leuchten gegen die Dunkelheit an. Als wir in eine Bar gehen, brauchen meine Augen einige Sekunden, um sich an die Dunkelheit zu gewöhnen und meine Lunge kämpft gegen den Rauch an. Ich setze mich in die hinterste Ecke, wohin auch sonst. Der Rauch der Zigaretten zieht zu mir, ich versuche, das Atmen zu unterbinden. "Willst du auch eine?", fragt er mich. "Nein. Auch wenn du mir immernoch eine schuldest.", antworte ich. "Sicher?" - "Ja.", auch wenn ich gerne eine nehmen würde, denke ich zusätzlich. Aber ich glaube, das will meine Lunge eher weniger. Und derjenige neben mir ebenso wenig. 
Die Leute vor mir drehen sich um und starren mich an. Gucken sich wieder gegenseitig an, sprechen miteinander, drehen sich wieder zu mir. Warum zur Hölle müssen immer alle über mich reden? Warum starren immer alle mich an oder warum bekomme ich das als Einzige mit? Da sitze ich schon in der hintersten Ecke dieser Bar und dennoch werde ich von zu vielen Personen angesehen. Als wären in Hamburg nicht genügend Leute zum anstarren. Ich kann es einfach nicht leiden, Mittelpunkt der Welt zu sein. Ich habe es schon immer gehasst und werde es auch immer hassen. Vielleicht bin ich doch nicht die sicherstehende Mauer, für die mich alle halten. Aber wer sieht schon, dass auch ich viel zu zerbrechlich bin? Dieses Spiel spiele ich schon viel zu lange, als dass das irgendjemandem auffallen würde.

My mind keeps saying run as fast as you can.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Ist schon irgendwie eigenartig jeden Abend an dasselbe zu denken. Jeden Abend die gleichen Gedankengänge zu haben, die gleiche Sehnsucht. Jeden Abend die gleichen Bilder und Vorstellungen, die meine Körpertemperatur in die Höhe schießen lassen, allein weil der Gedanke daran schon so schön ist. Und noch dazu zu wissen, dass das mal nicht einfach zu bekommen ist, lässt das ganze noch reizvoller werden. 
Manchmal würde ich abends meinen Kopf gerne ausschalten können. Nur um mich danach nicht einmal für fünf Minuten schuldig fühlen zu müssen. Jedoch sind diese Gedanken viel zu schön, um sie zu verbannen und sie nicht mehr zu denken..

I'd like to fall asleep with you.

Dienstag, 5. Februar 2013

Your first love isn't
always the first person
you kiss, or the first
person you date. Your
first love is the person
you will always
compare everyone to.
The person that you will
never truly get over,
even when you've
convinced yourself
you've moved on.

Freitag, 1. Februar 2013

Wie gern wär ich jetzt bei dir. Einfach nur neben dir liegen und dich ansehen. Das würde mir schon reichen. Aber irgendwie scheint das schon zu viel verlangt zu sein und es dauert noch viel zu lange, bis ich das kann. Das macht mich wahnsinnig. Jeder Abend ohne dich macht mich wahnsinnig. Weil alles in mir dich so verdammt sehr will. 

Donnerstag, 31. Januar 2013

Entweder ist mein Kopf ganz leer oder ganz voll. Ich bin mir nicht sicher. Sicher bin ich mir nur, dass ich mal wieder nicht denken kann. Und dass ich mir zu viele Sorgen mache. Zu viel Nachdenke. Und dass ich nichts auf die Reihe bekomme. Wie so oft.
Da werde ich seit drei Tagen damit zugejammert, dass es mit der Liebe nicht klappt und ich selbst sitze da und denke, wie es demjenigen wohl ginge, wenn er in meiner Lage wäre. Ich glaube, ich hätte jeglichen Grund zum Jammern. Und ich tu es nicht. Nicht, dass ich ihm nicht zuhöre, aber langsam wird es anstrengend. Ihm ständig sagen zu müssen, er soll den Kopf nicht hängen lassen und nicht so negativ denken. Aber ich wäre in seiner Lage wohl auch nicht anders. Nur, dass ich nicht so viel jammern würde. Aber vielleicht habe ich das in den Jahren auch einfach gelernt. Nicht jedem meine gesamten Probleme erzählen und tagtäglich darüber jammern. Allgemein weiß eigentlich keiner von meinen Problemen. Ich rede ja nicht drüber, haha. Warum auch. Mir helfen kann eh keiner, warum sollte ich also irgendwem davon erzählen? Ebenso gut weiß keiner, was ich denke. Wie ich fühle oder sonst was. Außer vielleicht die Personen, die das hier lesen. Wobei ich mir, ehrlich gesagt, nicht einmal da sicher bin. 
Manchmal denke ich, es wäre besser einfach allein zu sein. Diese Woche habe ich gemerkt, wie sehr mir das fehlt, das Alleinsein. Einfach mal Ruhe zu haben, niemanden um sich herum, tun und lassen können, was man will. Mir fehlt meine verdammte Freiheit. Ich wüsste, wie ich sie bekäme, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich will. Ob das nicht nur wieder eine meiner Phasen ist, die sich nach einem Monat wieder verflüchtigt haben und ich dann wieder bei irgendwem antanze und sag: "Hey, du, war nichts mit der Freiheit, hätt gern meine Gefangenschaft wieder.". Wobei Gefangenschaft hart ausgedrückt ist. Ich hab ja immernoch gewisse Freiheiten. Nur eben nicht die des Alleinseins. Oder ich hätte sie wahrscheinlich schon, wäre da nicht meine Eifersucht und meine netten Gedanken, die mir selbst das kaputtmachen, haha. Ich bin wohl diejenige, die mir selbst im Weg steht. Anders kann ich mir das nicht erklären. Aber ich kann mich auch genau so wenig ändern. 
Ich wünschte schon irgendwie, ich wäre nicht hier. Und auch nicht dort. Einfach nicht da. Dann müsste ich nicht Tag für Tag mit sowas kämpfen. Aber was das angeht, habe ich Disziplin. Immerhin etwas, was ich zu können scheine. Wow. Gerade das, wo ich am wenigsten Disziplin brauche, da habe ich genügend. Oder ich bin einfach zu faul, mir Ausreden und Versteckmöglichkeiten auszudenken. Halte ich für wahrscheinlicher. 

Am I better off dead? I'm still in love but all I heard was nothing.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Weil Englisch nunmal schöner ist als Deutsch. <3

Sonntag, 27. Januar 2013


So langsam sollte ich mir Gedanken machen. Ich meine, ich kann unmöglich so weitermachen. Okay, ich könnte schon. Wahrscheinlich wäre ich  so "herzlos" und könnte das, ja. Einfach, weil ich viel zu egoistisch und ängstlich bin. Aber irgendwas sagt mir, dass sich was ändern sollte. Und dass sich auch etwas ändern wird. Ob ich es nun will oder nicht. Und so wie ich mein Leben kenne, wird es niemals so sein, wie ich es mir ausmale oder wie ich es plane. Warum auch? Ich schmiede Pläne damit sie eh nicht verwirklicht werden. Klar. Aber mal ehrlich, ich hasse meine jetzige Situation. Es ist total egal, wie lange, wie oft und wie intensiv ich nachdenke, ich komme zu keinem Ergebnis. Bzw ich komme schon zu einem. Nur ändert das Ergebnis alle fünf Minuten seine Erscheinung. Was das Ganze nicht im geringsten einfacher macht. Aber wann war mein Leben jemals einfach? Achja, noch nie. Warum auch. 
Und durch den Krams und meine tollen Gedanken dazu bin ich genau dort wieder angelangt, wo ich vor knapp 1 1/2 Jahren war. Am psychischen Abgrund. Ich merke selbst, wie ich mich zurückziehe, wie gern ich allein sein will. Selbst die fünf Tage, die ich getrennt von ihm war, haben mich nicht im geringsten gestört. Im Gegenteil. Ich habe es genossen. Diese Freiheit einfach mal keine Verpflichtung zu haben. Einfach mal mich so verhalten zu können, wie ich es möchte, nicht wie man es von mir erwartet. Mir fehlt diese Freiheit. Irgendwie. Einfach mal abhauen zu können. Weglaufen, mich ausruhen, klar denken können und dann wiederkommen. Habe ich ja letzte Woche versucht. Bin kläglich an einem Verfolger gescheitert und egal, wie sehr ich ihn angeschrien habe, dass ich alleine sein will, er ging nicht. Theoretisch hätte ich letzte Woche zu genüge weglaufen können, nur war ich mindestens zwei Tage davon anders beschäftigt. 
Eigentlich müsste ich dir danken. Weil du es schaffst, dass ich nicht nachdenke. Weil du mich von jeglichen Gedanken abbringst und ablenkst. Schafft nämlich momentan niemand. Nicht einmal ich selbst. Weil ich mal wieder die psychische Kontrolle über mich selbst verliere. Erneut. "Die Vergangenheit holt einen immer ein." - Wer's nicht glaubt: Es ist so. Definitiv. Irgendwann enden wir eh alle in einer Psychiatrie. Immerhin wurde schon bestätigt, dass letztes Jahr 50% mehr Antidepressiva vergeben werden mussten, als die Jahre zuvor. Vielleicht sollte sich die Gesellschaft mal Sorgen darüber machen, warum denn. Kommt ja nicht so aus'm Himmel geflogen, diese Depression. Aber wer macht sich denn schon Sorgen?
Keiner. Merkt ja auch keiner, dass wir auf einem Maskenball leben. Keiner bemerkt die ganzen Lügen, das Schweigen und das Wegrennen. Oder ich merke nichts. Aber das bezweifle ich. Oder habe ich verpasst, dass mich irgendjemand drauf angesprochen hat, was denn mit mir lossei? Vielleicht ist das auch wieder soetwas, was ich einfach vergesse ohne es zu verarbeiten. Ich vergesse sowieso schon so viel. Nur meine Probleme, die nicht. Wobei es nichteinmal mehrere sind. Es ist nur ein einziges. Und ich will es auch nicht Problem nennen. Es ist für mich nämlich keins. Nur für die Gesellschaft wäre es eins. Glaube ich. Fragt sich nur, ob ich deshalb eine Lösung finden sollte oder eben nicht. So oder so, ich werde mir wieder selbst schaden. Wie sollte es auch anders sein. 
Das Leben ist ein Kreislauf, denn sonst wäre ich heute nicht wieder bei meinem allerersten Blogtitel von vor zwei Jahren angelangt: "Das Leben ist ein Maskenball. Und wir sind mittendrin."
Notiz an mich selbst: Liebe war nie und wird nie einfach sein. Auch für mich nicht.

Mittwoch, 23. Januar 2013

23:45
Mein Bett knartscht, als ich mich bewege. Meine linke Seite tut weh, ich lasse mein Handy los und drehe mich um. Starre meine Steinwand an und versuche nicht zu denken. Denken ist schlecht. Zumindest, wenn man so viel denkt wie ich. In meiner Hand ein kleiner Teddybär, meine Knie hochgezogen. Der Fernseher läuft noch, ich will einfach nur schlafen. 

02:28
Ein Traum hat mich geweckt. Obwohl ich mir eigentlich sehr gut merken kann, was ich so träume, liege ich nun dort und weiß nicht, was mich so erschreckt hat, dass ich aufwache. Der Fernseher läuft immernoch vor sich hin, ich verstehe kaum ein Wort. Ich könnte taub sein,

05:16
Ich drehe mich um und sehe auf mein Handy. Noch eine viertel Stunde. Dann klingelt mein Wecker. Mein Herzschlag ist schnell, mein Atem ebenso. Ich weiß nicht, was in mir passiert, aber ich fühle mich leer. Der Fernseher scheint Töne von sich zu geben, ich höre sie kaum. Schnappe mir die Fernbedienungen und mache ihn aus. Meine Gedanken kreisen nur um ein einziges Thema. Zwei Stimmen streiten sich, können sich nicht im geringsten einigen. Wär cool, wenn sie mich die restlichen Minuten noch schlafen ließen.

05:59
Ich glaube, ich habe geschlafen. Sicher bin ich mir da nicht. Im Wohnzimmer wird Licht angedreht, mein Herzschlag immernoch so hoch wie zuvor. Die Leere frisst mich auf, mein Wecker klingelt, ich gehe mit verschlossenen Augen ins Bad, lasse das Licht aus und dusche. Ich liebe es morgens im Dunkeln zu duschen. 

06:16
Ich tapse zurück in mein Zimmer, das Wohnzimmerlicht blendet mich und ich laufe halb gegen meine Tür. Ich stolpere ins Bett, bleibe auf dem Bauch liegen. Mein Herzschlag hat sich nicht im geringsten beruhigt. Im Gegenteil. Bei jedem Gedanken wird er schneller und noch dazu fühlt es sich an, als könnte ich kaum noch atmen. Ich sehe schon, wird ein toller Tag. Und wahrscheinlich ein verlorener.

06:44
Eine halbe Stunde nichtstuend im Bett gelegen und meinem Herz geht es nicht besser. Als wäre ich nur auf der Flucht und müsste laufen, so fühlt es sich an. In mir drin immernoch alles leer, ich hab keine Lust aufzustehen und mich fertig zu machen. Eigentlich habe ich nur Lust auf schlafen. Aber dadurch werden meine Gedanken auch nicht besser. Wie gern würde ich meinen Kopf einfach mal ausschalten. Dann hätte ich zumindest Ruhe.


Your love brings me to my knees again.
There was a time
I used to look into my father's eyes.
In a happy home
I was a king, I had a golden throne.
Those days are gone,
Now the memory's on the wall.
I hear the songs
From the places where I was born.

Upon the hill across the blue lake,
That's where I had my first heartbreak.
I still remember how it all changed.
My father said:

"Don't you worry, don't you worry, child.
See heaven's got a plan for you.
Don't you worry, don't you worry now."

Montag, 21. Januar 2013

Wie gern würde ich mir jetzt die Arme aufreißen. Mich selbst schlagen und kotzen gehen. Wie gern würde ich einfach einschlafen wollen und erst wieder aufwachen, wenn ich es will. Wie gern würde ich von hier abhauen. Wahrscheinlich in deine Arme, aber ich weiß es nicht. Ich will hier weg, raus aus diesem Leben, in dem ich sowieso nie an meine Ziele komme. Egal wie sehr ich etwas will, ich versage immer. Ich bin zu dumm, um mir selbst zu widerstehen, zu dumm, um einmal das zu machen, was ich mir vornehme. Zu dumm, um mit mir selbst klarzukommen. Zu dumm zum leben. Ich will hier weg und keiner verstehts. Jeden Tag das gleiche Spiel, das gleiche gefälschte glückliche Mädchen. Ich weiß nicht wohin mit mir ohne dich, mir fällt die Decke auf den Kopf, ich könnte zusammenbrechen und heulen. Ich kann dieses Leben nicht leben. Und dennoch muss ich es. Es zwingt mich keiner, aber ich könnte es dir nicht antun. Niemals. Dazu warst und bist du zu lange mein Sicherungsseil beim Klettern. Aber ich kann nicht mehr. Mein Inneres schreit nach Schmerzen, nur damit ich nicht mehr denken muss. Ich denke zu viel, kann aber nicht ohne. Warum zur Hölle müssen Nächte immer so einsam sein? Warum msst du mich ausgerechnet immer dann allein lassen? Warum verstehst du mich nicht? Es tut so weh. Jeder Gedanke reißt meine alten Narben wieder auf. Sie bluten, sie schmerzen. Ich will nicht mehr. Ich werde sowieso nie an mein Ziel kommen. Niemals. Ich habe zu wenig Disziplin. Und ich bin zu dumm, um das zu ändern. Ich könnt mich umbringen. Jede verdammte Nacht.

Wenn jemand eine multiple Persönlichkeitsstörung hat, so heißt das doch, dass mehrere Charaktere in einem Körper leben. Das heißt, sie alle teilen sich einen Körper, so wie ich mir unsere Wohnung mit meinen Eltern teile. Wenn nun mehrere Charaktere da sind, so könnten sie theoretisch auch alle einen Körper haben, selbstständig denken und handeln. Dann sollte es doch wohl nicht allzu abwegig sein, dass dieser eine Körper mehrere Personen gleichzeitig liebt, mit der Begründung, dass die Charaktere selbst in verschiedene Personen verliebt sind. Oder liege ich bei der Vermutung so falsch? Wenn nein, dann müsste das doch widerum bedeuten, dass es durchaus möglich ist, mehrere Personen gleichzeitig zu lieben, zumindest schiene das nach außen hin so. Oder etwa nicht? 
Wenn ich damit richtig liege, ist es dann auch möglich sich selbst zu lieben? Dass sich ein Charakter des Körpers in einen anderen Charakter des gleichen Körpers verliebt? Ist das wirklich möglich? Rein theoretisch? Praktisch wäre es wohl unmöglich, da sich die Charaktere solcher Personen keinesfalls ähneln und wahrscheinlich auch im wahren Leben als Einzelpersonen keine Gefühle füreinander hegen würden. Aber theoretisch sollte das doch gehen. Denke ich. 

Interessant worüber ich nachts so nachdenke..

Sonntag, 20. Januar 2013

Wie ich es hasse, wenn ich nicht weiß, was ich tun soll oder wie ich mich verhalten soll. Wenn alles so richtig und doch so falsch ist, wenn ich alles so will und dann doch auch wieder nicht will. Als wären in mir zwei Personen, die sich keinerlei einig sind, die unabhängig voneinander handeln, mal der eine, mal der andere. Die meinen Körper wie eine Marionette benutzen und mich so durch das Leben schleifen. Und ehrlich gesagt, finde ich diesen Gedanken gar nicht so abwegig. Vielleicht sollte ich einmal auf andere hören, meinem Stolz sagen, er solle die Klappe halten und sich einmal nicht einmischen. Aber ich habe Angst. Wie so oft. Ich habe immer Angst. Den ganzen Tag, vor allem und jedem. In meinem Kopf utopische Fantasien, die mehr als unmöglich und unwahrscheinlich sind und dennoch glaube ich irgendwie an sie. Dennoch jagen sie mir jede verdammte Nacht Angst ein. Vielleicht sollte ich erst einmal mit mir selbst klarkommen, bevor ich anderen versuche zu helfen. Nur fällt es mir bei anderen um einiges leichter als bei mir selbst. Und das obwohl ich haargenau weiß, warum ich wann wie handle und warum ich so bin, wie ich bin. Und dennoch bin ich viel zu dumm, um mich zu ändern. Wobei ich nicht einmal weiß, ob ich das will. Ob ich es überhaupt brauche. Ich weiß so vieles nicht. Und das gefällt mir nicht. 

Montag, 14. Januar 2013

Ich gucke in den Spiegel, sehe ein Mädchen mit dunkelblonden Haaren, welches mir direkt in die Augen schaut. Mein Verstand sagt mir, dass ich das bin, aber meinem Kopf ist das Bild fremd. Bin das wirklich ich? Woher weiß ich, dass der Spiegel die Wahrheit sagt? Woher weiß ich, dass er mich nicht belügt? Wer auf dieser Welt belügt mich allgemein nicht und warum werde ich ständig angelogen? Wer zur Hölle bin ich wirklich und warum bin ich überhaupt hier? 
Fragen über Fragen und ich habe auf keine einzige eine Antwort. Egal, wie lange ich über irgendwas nachdenke, ich komme nie zu einem Ende. Ich bin mein ganzes Leben auf der Suche nach dem Sinn, obwohl ich weiß, dass ich ihn nie finden werde. Ich denke jede Sekunde, jede Minute über die unmöglichsten Dinge nach und vergesse sie im nächsten Augenblick. Ich weiß nicht wer ich bin und ich finde auch keine Antwort darauf. Wenn wir jetzt schon scheitern, wie sollen wir das Leben überleben? Wenn wir jetzt schon jeden Tag, jede Nacht verzweifeln, wie sollen wir noch um die fünfzig weitere überstehen? Oder sind wir doch alle Pessimisten und übertreiben mit unserem Leid? Was ist übertreiben eigentlich und wie weit darf man übertreiben? Wie sehr sollte man anderen Menschen glauben, wenn sie einem etwas sagen? Sollte man ihnen überhaupt glauben, wenn man genügend Beweise für das Gegenteil hat? Und hat das Glauben etwas mit Vertrauen zu tun? Was ist Vertrauen? Woher wissen wir, dass wir vertrauen? Und woher zur Hölle wissen wir, ob wir lieben oder nicht lieben? Es hat uns keiner jemals gesagt, wann wir wirklich lieben. Wenn wir Schmetterlinge im Bauch haben? Die habe ich auch beim Achterbahnfahren. Wenn wir nervös werden, wenn die Person in unserer Nähe ist? Das werde ich auch bei meinen Eltern, wenn ich weiß, dass es um mich geht. Wenn wir nur noch an die eine Person denken? Ich denke an meinen verstorbenen Opa, jeden Tag. Liebe ich ihn deswegen? Also so außerfamiliär? Ich bezweifle es. 
Warum gibt es auf dieser Welt überhaupt so viele Fragen, die uns keiner wirklich beantworten kann? Und wann bekommen wir antworten? Oder bleiben wir für immer unwissend? Werden wir niemals Antworten auf unbeantwortete Fragen bekommen? Wie können wir dann jemals zufrieden sein, wenn wir unser ganzes Leben reisen und neue Wege einschlagen, aber niemals ans Ziel gelangen? Ist das der Sinn des Lebens? Und die Frage aller Fragen: Was ist das Leben? 
Vielleicht sollte ich mich mal wieder aus meinen Gedanken und Visionen holen. Hieße aber, dass ich mindestens drei Versprechen brechen würde. Ist es das wert? Oder nicht? Verdammte Fragen. Ich will keine Fragen. Ich will Antworten. Und wer kann sie mir geben? Ach ja. Niemand. Weil sich eh niemand um mich schert. Wer bin ich denn auch schon? 

'Cause I'm only a crack in this castle of glass.

Samstag, 12. Januar 2013

Sehnsucht ist ätzend. Träume ebenso. Vor allem, wenn sie mir das zeigen, was ich will. Ist ja nicht so, als würde mich das noch mehr aus der Fassung bringen. Wär ja mal cool, wenn's ne Lösung dafür gibt. Eine, mit der ich perfekt leben kann. Langsam fang ich nämlich an, Gefühle zu hassen. Komplizierter Drecksmist. Ich will mich nicht entscheiden. Ich will beides auf einmal. Schade nur, dass das nicht funktionieren wird..