Sonntag, 27. Januar 2013


So langsam sollte ich mir Gedanken machen. Ich meine, ich kann unmöglich so weitermachen. Okay, ich könnte schon. Wahrscheinlich wäre ich  so "herzlos" und könnte das, ja. Einfach, weil ich viel zu egoistisch und ängstlich bin. Aber irgendwas sagt mir, dass sich was ändern sollte. Und dass sich auch etwas ändern wird. Ob ich es nun will oder nicht. Und so wie ich mein Leben kenne, wird es niemals so sein, wie ich es mir ausmale oder wie ich es plane. Warum auch? Ich schmiede Pläne damit sie eh nicht verwirklicht werden. Klar. Aber mal ehrlich, ich hasse meine jetzige Situation. Es ist total egal, wie lange, wie oft und wie intensiv ich nachdenke, ich komme zu keinem Ergebnis. Bzw ich komme schon zu einem. Nur ändert das Ergebnis alle fünf Minuten seine Erscheinung. Was das Ganze nicht im geringsten einfacher macht. Aber wann war mein Leben jemals einfach? Achja, noch nie. Warum auch. 
Und durch den Krams und meine tollen Gedanken dazu bin ich genau dort wieder angelangt, wo ich vor knapp 1 1/2 Jahren war. Am psychischen Abgrund. Ich merke selbst, wie ich mich zurückziehe, wie gern ich allein sein will. Selbst die fünf Tage, die ich getrennt von ihm war, haben mich nicht im geringsten gestört. Im Gegenteil. Ich habe es genossen. Diese Freiheit einfach mal keine Verpflichtung zu haben. Einfach mal mich so verhalten zu können, wie ich es möchte, nicht wie man es von mir erwartet. Mir fehlt diese Freiheit. Irgendwie. Einfach mal abhauen zu können. Weglaufen, mich ausruhen, klar denken können und dann wiederkommen. Habe ich ja letzte Woche versucht. Bin kläglich an einem Verfolger gescheitert und egal, wie sehr ich ihn angeschrien habe, dass ich alleine sein will, er ging nicht. Theoretisch hätte ich letzte Woche zu genüge weglaufen können, nur war ich mindestens zwei Tage davon anders beschäftigt. 
Eigentlich müsste ich dir danken. Weil du es schaffst, dass ich nicht nachdenke. Weil du mich von jeglichen Gedanken abbringst und ablenkst. Schafft nämlich momentan niemand. Nicht einmal ich selbst. Weil ich mal wieder die psychische Kontrolle über mich selbst verliere. Erneut. "Die Vergangenheit holt einen immer ein." - Wer's nicht glaubt: Es ist so. Definitiv. Irgendwann enden wir eh alle in einer Psychiatrie. Immerhin wurde schon bestätigt, dass letztes Jahr 50% mehr Antidepressiva vergeben werden mussten, als die Jahre zuvor. Vielleicht sollte sich die Gesellschaft mal Sorgen darüber machen, warum denn. Kommt ja nicht so aus'm Himmel geflogen, diese Depression. Aber wer macht sich denn schon Sorgen?
Keiner. Merkt ja auch keiner, dass wir auf einem Maskenball leben. Keiner bemerkt die ganzen Lügen, das Schweigen und das Wegrennen. Oder ich merke nichts. Aber das bezweifle ich. Oder habe ich verpasst, dass mich irgendjemand drauf angesprochen hat, was denn mit mir lossei? Vielleicht ist das auch wieder soetwas, was ich einfach vergesse ohne es zu verarbeiten. Ich vergesse sowieso schon so viel. Nur meine Probleme, die nicht. Wobei es nichteinmal mehrere sind. Es ist nur ein einziges. Und ich will es auch nicht Problem nennen. Es ist für mich nämlich keins. Nur für die Gesellschaft wäre es eins. Glaube ich. Fragt sich nur, ob ich deshalb eine Lösung finden sollte oder eben nicht. So oder so, ich werde mir wieder selbst schaden. Wie sollte es auch anders sein. 
Das Leben ist ein Kreislauf, denn sonst wäre ich heute nicht wieder bei meinem allerersten Blogtitel von vor zwei Jahren angelangt: "Das Leben ist ein Maskenball. Und wir sind mittendrin."
Notiz an mich selbst: Liebe war nie und wird nie einfach sein. Auch für mich nicht.

1 Kommentar:

  1. Ich liebe das was du schreibst einfach so sehr. Einfach deshalb schon, weil es so ehrlich ist, und es aus dem Gefühl heraus geschrieben wird. So wirkt es zumindest.

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