Freitag, 28. Dezember 2012

Ich liebe dich. <3

Dienstag, 25. Dezember 2012

Ich frage mich ehrlich gesagt, ob ich letzten Donnerstag wirklich die Küche aufgeräumt habe. Heute sieht sie so aus, als wäre diese Familie abhängig von Hartz IV und zu faul, um aufzuräumen. Warum auch aufräumen? Wird ja früher oder später eh wieder alles dreckig. Spart man sich die Arbeit einfach und lässt alles vor sich hingammeln. Lecker.
Ich hasse es hier. Ich könnte genau so gut schon alleine in einer Wohnung leben, denn mein Geschirr wegräumen, aufräumen allgemein, Essen machen und einkaufen mache ich sowieso schon für mich, da es Frau ja nicht schafft, das selbst zu tun. Oder sie tut es und vergisst mich. Kommt auch des öfteren vor. Aber wen interessiert es schon? Ich bin in einem Monat 18, ich kann doch alleine für mich sorgen. Warum also sollte man auch noch etwas zu essen für mich mitmachen? Ich kanns ja alleine.
Wie es mich ankotzt. Es ist jedes Mal das gleiche. Ich hasse Unordnung. Vor allem in der Küche. Wie soll man in einer eh schon viel zu kleinen Küche kochen, wenn jeder Millimeter mit Dreck und Geschirr zugestellt und zugemüllt ist? Aber gut. Ich mach mir nicht mehr die Mühe und räume auf. Meine Ordnung ist sowieso nach spätestens 36 Stunden verschwunden. So schiebe ich einfach alles beiseite und räume nur meinen Kram weg. ICH muss mich ja nicht schämen, wenn Besuch plötzlich auftaucht. Mein Zimmer ist immer aufgeräumt und mein Geschirr und Dreck ist immer vernünftig weggeräumt.
Ich will hier weg und das so schnell wie möglich. Nur könnte sich das schnell auch in ein langsam verwandeln. Oh jippie. Ich freue mich ja so richtig auf meine Zukunft. Scheiß Leben. Nur werde ich niemals den Mut haben, um zu verschwinden. Zudem ich das mindestens drei Menschen niemals antun könnte.

Montag, 24. Dezember 2012

Nachtrag #2
"Irgendwie bemitleide ich dich." - Ach, danke du. Ich mich selbst auch.
Danke Mama für dieses wundervolle Weihnachten. Ich habe mich wirklich sehr gefreut, dass du dir so viel Mühe gegeben und es geschafft hast, Würstchen und Nudelsalat zu kaufen und es zuzubereiten. Die Liebe, die darin enthalten war, war zu schmecken und allgemein war es heute das perfekte Weihnachten. Ich freue mich so, dass du dir so ein tolles Geschenk für mich ausgedacht hast. Wirklich, es berührt mich sehr. Vielen lieben Dank für den heutigen Tag. Ich werde ihn immer in Erinnerung behalten.

Nicht.
Danke für den versauten Tag. Er wird mir allein deswegen immer in Erinnerung bleiben. Und es hat sich auch heute wieder bestätigt, dass ich von hier weg will. Einfach ganz weit weg, wo ich euch nicht mehr sehen muss. Schade nur, dass ich an euch gebunden bin. Es lebe meine nicht vorhandene Freiheit!

Nachtrag #1
Wow. Es gibt Bockwurst mit Nudelsalat. Keine Ahnung, wie viele von euch das essen müssen, aber ich finde das ist kein Weihnachtsessen. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Nur merk ich davon nichts. Ich bin nicht bei den Menschen, die ich liebe - zudem beide auf einmal auch leicht kompliziert wäre - hier ist kein Tannenbaum, der mit Liebe geschmückt wurde und Essen wurde auch nicht mit Liebe gemacht. Eher wurden die Würstchen eiskalt ins heiße Wasser geschmissen und der Nudelsalat herzlos aus dem Regal des nahegelegensten Supermarktes geholt. Ist ja echt viel Liebe hier. Alle sitzen vor ihren Computern, keiner achtet auf den anderen. Ich sitze alleine in meinem Zimmer und spiele mit meinem Weihnachtsgeschenk rum, welches mir ebenso lieblos überreicht worden ist wie der Nudelsalat von der Fabrik zubereitet wurde. Klasse Weihnachten. Ich freu mich ja glatt auf das nächste Jahr. Und ehrlich gesagt könnte ich mich jetzt unter die Decke verkriechen und heulen. Wo ist das Weihnachten von früher? Und warum ist es überall besser als hier? Warum immer ich?

Es ist jedes Jahr das gleiche und ich frage mich ehrlich gesagt, warum ich um 14:00 Uhr zuhause sein sollte, wenn ich jetzt eh alleine auf meinem Bett liege und mit meinem Handy bei Facebook unc Co. gammel, weil man ja zu dämlich ist meinen Laptop wieder auf den Router zuzulassen. So sitze ich hier also seit fast zwei Stunden, warte, dass die Zeit rumgeht, hoffe vergeblich darauf, dass du online kommst - was totaler Schwachsinn ist, da dein Weihnachten um einiges schöner ist als meins - und werde das die nächsten zwei Stunden noch weiterhin tun. Dann gibt es etwas zu essen - ich habe keine Ahnung, was es gibt.. ich hoffe zumindest, DASS es was gibt - danach werden die Geschenke verteilt - mal sehen, was sich meine Mutter hat einfallen lassen - und danach darf ich entweder wieder in meinem Zimmer rumgammeln oder aber ich entscheide mich dazu mit im Wohnzimmer zu sitzen und mich dort zu langweilen, weil das Fernsehprogramm so furchtbar ermüdend ist - oder zumindest das, was der Herr anmacht.
In diesem Sinne: Merry Christmas. Ich hoffe eures ist schöner, familiärer, liebevoller, besinnlicher und wundervoller als meins.

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Warum muss das gesamte Leben aus Entscheidungen bestehen? Warum kann nicht nur eine Sache mal ohne Entscheidungen reibunglgslos ablaufen? Ich will mich nicht entscheiden. Ich will es einfach nicht. Und womöglich kann ich das auch nicht. Wie auch? Wie soll man sich zwischen Apfel und Birne entscheiden? Sie haben beide ihre schönen und ihre hässlichen Seiten und eigentlich kann man sie nicht einmal vergleichen. Wie auch? Wie soll man zwei so verschiedene Dinge vergleichen und sich dann das bessere aussuchen, ohne zu wissen, was von beiden denn nun das bessere ist? Narürlich habe ich Präferenzen.. aber dennoch ist das andere noch lange nicht schlecht. Ich kann das nicht einfach so nach Lust und Laune wegschmeißen wie es mir gefällt und es mir wieder aus der alten Mülltonne graben, wenn ich mich wieder umentschieden habe. Es ist ein Ding der Unmöglichkeit. Ebenso unmöglich ist es, einfach so weiterzumachen. Dann kann ich gleich Messerwerferin werden und bei jedem Wurf hoffen, dass ich nicht treffe. Und diese Wahrscheinlichkeit wird von Tag zu Tag geringer. Ich hasse mein Leben grad so abgrundtief. Warum zur Hölle muss mir sowas passieren? Warum muss ich mir immer den schwierigeren Weg von beiden aussuchen? Und warum muss diese Situation so kompliziert sein?

Wie gern würde ich dir sagen können, wie sehr ich dich liebe. Wie sehr ich jeden einzelnen Kuss genieße und mich auf den nächsten freue. Aber ich kann es nicht. Noch nicht. Ich glaube, das wäre falsch. Also bleibt mir nichts als dieser Blog, meine Anspielungen und meine Gedanken. Ich muss sie nur so schreiben, dass du sie verstehst. Aber ich denke, das hier ist deutlich genug.

"You were so warm and so gorgeous and so awesome."

Dienstag, 18. Dezember 2012

Mein Herz donnert gegen meine Rippen, meine Knie zittern und ich muss mich bemühen ein vernünftiges Wort hervorzubringen. Es ist so verdammt schön bei dir zu sein, mit dir reden zu können und in deine Augen zu sehen. Ich kann es meinem Herz nicht übel nehmen, so zu reagieren - es fällt mir selbst schon schwer genug mich unter Kontrolle zu halten.
Ich könnte tagelang so verbringen wie diesen Abend. Nur vielleicht mit weniger Kälte und mehr Gemütlichkeit. Aber das ist nebensächlich. Jeder Moment, der so läuft wie dieser Abend, ist unvergesslich und wunderschön.

I have loved you for a thousand years, I love you for a thousand more.

Montag, 17. Dezember 2012

Wahrscheinlich werde ich irgendwann gesteinigt. Oder erschlagen. Oder man stellt mir einen Fuß vor die Füße und ich falle unglücklich. Oder ich werde erschossen. Irgendwas anderes sollte es nicht sein. Alles andere wäre irgendwie.. zu wenig für das, was ich tue. Glaube ich.
Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Das wird niemals funktionieren. Und ich versuche es gerade. Renne von einer zur anderen, tanze, renne zurück und tanze wieder. Es ist ein reines Zeitspiel, bis das irgendjemand merkt. Und obwohl ich eigentlich selbst am besten wissen müsste, wie dumm und dämlich das ist.. Aber nein, ich fühle mich bestens. Solange bis mir irgendjemand meinen Weg versperrt und mich zum Reden zwingt. Und zur Entscheidung, juhu.
Am besten nicht drüber nachdenken und geniessen. Sonst mache ich mich selbst wohl wieder wahnsinnig.

Freitag, 14. Dezember 2012

Momentan versteht es echt keiner. Keiner interessiert sich dafür, wie wenig ich esse. Im Gegenteil. "Darf ich was abhaben?" - "Nein, dann wirst du fett." - Ach, danke für den Hinweis. Ich bemühe mich, vielen Dank. 
Bin ich dieser gottverdammten Welt wirklich so egal? Sind wirklich alle so blind und merken rein gar nichts? Ich meine, mir solls recht sein, wenn's kein Schwein bemerkt.. Aber mal ehrlich.. Sowas merkt man doch.. Oder etwa nicht? Zudem mir diese Unentschlossenheit wirklich auf den Keks geht. Erst sagen, dass ich fett werde, wenn ich was esse und zwei Stunden später sagen, ich hätte den perfekten Körper. Passt nicht so, finde ich. Und wirklich glauben tu ich das auch nicht. Aber wen interessiert schon meine Meinung? 

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Hast du eigentlich verdammt nochmal nichts anderes zu tun als dich um MEINE Schule zu kümmern?! "Sind deine Hausaufgaben fertig?!" - "Hast du das Referat schon fertiggemacht?" - "Du vernachlässigst die Schule!" - "Du musst auch mal was vorbereiten!"
Hallo?! Ich bin keine zehn mehr! Ich weiß schon, wann ich meine.Hausaufgaben mache, ohne sie im Unterricht dann nicht zu haben! Und nur weil du nie siehst, wann ich das mache, heißt das doch nicht, dass ich sie gar nicht mache! Kannst du dich nicht endlich mal aus meinem scheiß Leben raushalten?! Nur weil du zu dumm und faul warst, um die Realschule zu schaffen und jetzt als Putzfrau mit einem Hauptschulabschluss endest, heißt das noch lange nicht, dass ich da auch landen werde. Ob ich nun Abitur mache oder nur Fachhochschulreife - beides ist um Längen besser als dein 3er-Hauptschulabschluss. Ich bin auch nicht besser als drei, aber meine Schulbildung ist eine ganz andere als deine. Also nerv mich verdammt nochmal nicht! Ich bin es leid mir Tag für Tag das Gleiche anhören zu müssen. Lass es doch meine Sorge sein, wenn ich abends noch Hausaufgaben mache. Hauptsache ist doch, dass ich sie überhaupt mache. Oder meist du ich bekomme eine bessere Note, wenn ich sie direkt nach der Schule mache?!
Und dir ist es wohl auch in fast einem Monat egal, was ich meine. Scheiß doch drauf, dass ich da dann achtzehn bin - ich muss ja trotzdem noch behandlet werden wie mit zehn. Ich meine, du rastest ja auch aus, wenn ich länger als elf wach bin. Lass das doch meine Sorge sein. Solange ich morgens noch pünktlich aufstehe und in der Schule nicht einschlafe ist das doch vollkommen egal! Aber nein, das verstehst du nicht. Dass deine kleine tolle brave Lillianne auch mal ihre eigene Meinung hat und nicht immer nach deiner Pfeife tanzt. Dass sie nicht mehr das kleine unterdrückbare Etwas ist, was sie einmal war.
Zudem es echt krass ist, dass du dich mehr für meine Schulsachen interessierst, als dafür dass ich jeden Tag dein Schulbrot weggebe oder wegschmeiße. Allgemein, dass ich so gut wie nichts mehr esse aus dem Grund, weil es das Einzige ist, was ganz allein ICH entscheiden kann. Aber davon merkst du ja eh nichts. Wie auch, wenn man will, dass die eigene Tochter perfekt wird und das Leben erfolgreich abschließt - am besten noch mit einem tollen Studium und viel Geld, damit sie dich unterstützen kann, weil du selbst zu unfähig bist, das alleine auf die Reihe zu bekommen. Hauptsache ich erreiche das, was du nie erreicht hast und dann am besten noch mit Spitzenleistung.
Aber das kannst du langsam vergessen. Ich bin nicht dumm. Ich mach das nicht mehr lange mit.

Montag, 10. Dezember 2012

Bambi,
es sind 116km, die uns nun seit fast zwei Jahren trennen. Wir haben viel durchgemacht. Seite an Seite. Es kam mal vor, dass du mir auf die Nerven gingst, aber das gehörte dazu. Dann warst du irgendwann weg. Ich habe mich schnell dran gewöhnt. SMS-Flats machen alles möglich. Wir haben so gut wie jeden Tag geschrieben, ich konnte dir alles erzählen, du hast mich immer verstanden. Ohne Ausnahme. Du bist für mich zu einer Art Bruder geworden. Ich habe es geliebt, mit dir zu schreiben, zu philosophieren, auf Englisch über Probleme zu reden. Dir habe ich immer vertraut.
Doch je mehr Zeit vergeht, desto weniger wird unser Kontakt. Es fiel mir schon immer schwer loszulassen.  Seit fast einem halben Jahr haben wir kaum noch Kontakt. Du hast eine Freundin, ich einen Freund, ich verstehe, wenn du lieber bei ihr bist, bei mir ist es ja nicht anders. Aber mir fehlen die SMS. Die Gespräche, das Philosophieren. Mir fehlt dein Verständis und deine Schulter, wenn ich eine zum Anlehnen brauche. Du fehlst mir, aber du scheinst immernoch anderes im Kopf zu haben. Egal, was ich dir erzähle, du scheinst es nicht mehr zu verstehen. Als ich dir von meinen Gefühlen erzählte, hast du es völlig falsch verstanden.. Um nicht zu sagen, dass du es gar nicht verstanden hast. Zumindest kam es so rüber. Das tut irgendwie weh. Du warst immer der einzige, der mich je verstanden hat. Der mich nicht verurteilt hat, für das, was ich alles getan habe. Du warst immer meine rettende Hand, an der ich mich festhalten konnte, weil ich wusste, sie würde mich halten. 
Ich bin mir nur nicht mehr so sicher, ob ich das immernoch kann. Die Entfernung zwischen uns wird immer größer und ich werde immer schwächer, um das zu verhindern. 
Du sagtest, du hast Angst ersetzt zu werden. Ersetzen wird dich nie jemand können. Jedoch gibt es jetzt schon jemanden, der mir mindestens genauso wichtig ist, wie du. Wenn nicht sogar schon mehr. Und diese Person versteht mich ebenso. Es ist komisch, plötzlich jemanden anderes zu finden, dem ich alles erzählen kann und es auch will. 
Abschied tut irgendwie weh, aber ich glaube, den haben wir seit ein paar Monaten schon hinter uns. Ich liebe dich, Bruderherz. Aber die Entfernung frisst uns auf.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Wie soll ich je lernen zu vertrauen, wenn mein Vertrauen ständig misshandelt wird? Wie soll ich je aufhören misstrauisch zu sein, wenn man mir ständig Anlass dazu gibt? Jedes Mal, wenn ich angefangen habe zu vertrauen, wurde es gebrochen. Jedes verdammte Mal. Ich bin schon vorsichtig, wem ich was erzähle und wem ich das nötige Vertrauen schenke.. Und dennoch werde ich ständig verletzt. Jedes Mal aufs Neue wird ein Messer in mein Herz gerammt, die Narben erneut aufgerissen. Es ist jedes Mal genau das selbe. Und dennoch gebe ich nicht auf. Versuche irgendwas bei anderen zu erreichen, indem ich ihnen zeige, wie sehr es wehtut.. Und immer wieder wird mein Vertrauen zerbrochen, geschlagen, zerschnitten. Warum? Warum immer ich? Und warum machen das immer die Menschen, die mir so verdammt wichtig sind? Und warum bin ich immer wieder so naiv und verzeihe, vertraue erneut? Weil eben die Menschen mir so wichtig sind. Ich will nicht ohne sie. Kann nicht ohne sie. Stattdessen nehme ich den Schmerz auf mich, möchte diesen innerlichen Schmerz am liebsten auf meinen Arm übertragen. Aber ich darf nicht. Ich will nicht. Ich will schon, aber darf nicht. Ich habe es versprochen. Wobei es nichts wäre, wenn ich dieses Versprechen brechen würde, im Gegensatz zu dem, was mir angetan wurde. Es wäre eine Kleinigkeit. Und wem würde es schon schaden, außer vielleicht meinem Arm? 
Dieses Leben ist ein gottverdammter Kreislauf. Es geht mir gut, mir wird ein Stein vor die Füße geworfen, ich stolper, ich falle, ich stehe auf, mir geht es gut, ein Stein vor meine Füße, ich stolper, ich falle, ich stehe auf. Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr. Immer wieder das gleiche. Leben ist scheiße. Irgendwie. Jedoch gibt es zu vieles, wofür es sich zu leben lohnt. Auch wenn jedes Mal die Bestrafung folgt und der Schmerz einen zu Boden reißt. Ich bin eine Kämpferin. Ich stehe auf und versuche erneut. Ich gebe nicht mehr auf. Das habe ich viel zu oft getan.. 

Wie soll ein Mensch das ertragen? 

Freitag, 7. Dezember 2012

Wie ich diese allgemeine Oberflächlichkeit doch hasse. Jeder Mensch wird nach seinem Äußeren beurteilt, scheiß doch auf die inneren Werte. Das kotzt an. Und wie. Und ich darf es jeden Tag auf's Neue miterleben und muss mich jedes Mal zusammenreißen, damit ich nicht die nächste im Lästertopf bin. Wie gerne würde ich einfach mal meine Meinung sagen. Dass es doch vollkommen egal ist, wie ein Mensch aussieht, solange der Mensch nett, sympathisch und was nicht noch ist. Nur weil man sich einer Szene zugeordnet hat, ist man noch lange kein schlechter Mensch. Es gibt wahrscheinlich mehr Vorurteile auf dieser Welt als Suchergebnisse bei Google, aber dass diese eigentlich totaler Unfug sind, DAS checkt mal wieder keiner. Auch ein Punk kann gefühlvoll und nett sein. Ebenso alle anderen Menschen auf dieser Welt - wenn man ihnen nur die Chance gibt, es zu zeigen. Und genau damit haben die meisten Probleme. 
Das Ideal liegt denke ich beim Normalgewicht, Markenkleidung, Abitur und BWL- oder Medizin-Studium. Das ist zumindest das, was man von Gymnasiasten erwartet. Dass aber genau die am wenigsten in der Birne haben, das versteht auch keiner. Und merkt auch niemand. Jeden verdammten Tag darf ich mir einen Kommentar nach dem anderen anhören, wie ätzend, furchbar, schrecklich, nervig, scheiße, dämlich, hässlich, dick, fett, dünn, dumm, behindert manche Menschen seien. Dieser Kommentar wird natürlich ausgesprochen, ohne auch nur irgenwie zu wissen, wie die bezeichnete Person wirklich ist. Warum auch? Das Äußere sagt ja ALLES über den Menschen aus. Na klar. 
Wo zur Hölle bin ich hier gelandet? In einer Welt, in der alles nur mit dem Äußeren zu tun hat? Natürlich sollte man gepflegt sein, aber "gepflegt sein" bedeutet sicherlich NICHT dem heutigen Schönheitsideal zu entsprechen. Nur verstehen das manche nicht. Wie so vieles andere noch. Ich könnte mich tagelang über soetwas aufregen, aber das interessiert dann keinen. Warum auch? Warum nicht einfach verschweigen, worüber die ganze Welt jede Sekunde redet? Verschweigen ist doch viel einfacher, als die Wahrheit einfach mal einzusehen. 
Aber vielleicht liegt es auch an mir. Vielleicht bin ich ja diejenige, die die Welt mit falschen Augen sieht. Die ein falsches Bild von der Wirklichkeit hat. Die viel zu vertieft in ihre Gedanken ist und nahezu alles und jeden versucht zu analysieren. Japs. Es liegt an mir. Eindeutig. Ich wusste, ich gehöre nicht hier hin. Und das schon immer.

I'm tired of being here.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Es ist unglaublich wie stark mein Verlangen danach eigentlich ist. Wie sehr ich mich danach sehne, es einfach tun zu dürfen. Mein Herz spielt verrückt bei dem Gedanken daran. Es wütet zwischen meinen Rippen, weiß nicht, wie es ausbrechen sollte. Mein Kopf spielt Tag für Tag Videos ab, die meine Gedanken beschreiben und verbildlichen. Und dieses Verlangen wird einfach so riesig groß. Ich spüre, wie sehr ich es will, aber ich kann es einfach nicht. Darf es nicht. So muss ich mit dem Verlangen, der Sehnsucht leben. Auch wenn es mir noch so schwer fällt und ich weiß, dass auch ich irgendwann schwach werde. Und dann beginnt der wirkliche Zwiespalt, das wirkliche Vergnügen alles in Ordnung zu bringen. Und das wirkliche Vergnügen zu verlieren. Auch wenn ich das am allerwenigsten will.
Solange genieße ich einfach. Die Nähe, die Gedanken, die Zeichen der Sehnsucht. Warum sollte ich auch einmal einen Weg entlang gehen können, ohne zu stolpern?


Baby, don't forget my name when the morning breaks us.


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Es scheint, als hätte sich mein Problem heute in Luft aufgelöst. Zumindest raubt es mir nicht mehr den Atem und bringt mich auch nicht aus dem Konzept. Erstaunlich, wie schnell ich mich daran gewöhnt habe und erstaunlich, wie schwerelos ich damit umgehe. Ich bin beeindruckt. Und überrascht, weil es eigentlich nicht im geringsten zu mir passt. Aber gut. Ich beschwer mich lieber nicht.


You know I said "It's true", I can feel the love, can you feel it too?

Dienstag, 4. Dezember 2012

Ich weiß nicht wohin. Wohin mit mir, meinen Gedanken, meinen Gefühlen. Es fühlt sich alles so richtig und sogleich so falsch an. Ich fühle mich wie auf dünnem Eis, das jeden Moment droht zu brechen. Ich werde fallen und ich weiß nicht wohin. Es ist ein schrecklches Gefühl, nicht zu wissen, was unter einem ist. Was passiert, wenn das Eis mein Gewicht nicht mehr tragen kann. Ich frage mich, was dann passiert, aber egal, wie lange ich darüber nachdenke, ich komme zu keinem Ziel, geschweige denn Ergebnis. Ich laufe geradewegs ins Unbekannte und es gibt keinen Ausweg mehr. Ich weiß nicht, wo es mich hinbringt und auch nicht, was ich davon halten soll. Es ist alles so verwirrend und überfordernd, dass ich kaum noch klare Gedanken fassen kann. Und das verwirrt mich noch umsomehr..

Could you be my love?

Montag, 3. Dezember 2012

Worte waren noch nie meine Sprache. Müsste ich über mich reden, über meine Gedanken und Gefühle, so wäre ich aufgeschmissen. Die Worte wären unsortiert, kaum zu verstehen und ich müsste alles wiederholen, was das Ganze noch schwieriger macht. Meine Stimme wäre brüchig, unkoordiniert und irgendwie nicht wie normal. Zudem ich nichteinmal weiß, ob meine Stimme das vermitteln würde, was sie vermitteln soll.
Beim Schreiben ist es anders. Die Worte sind ausgewählt und gehören zumeist an den Platz, an dem sie nun einmal sind. Sie haben alle eine Bedeutung, keines steht dort, weil es sich verlaufen hat. Jedes Wort kann für sich sprechen, aber zusammen bilden sie eine Einheit. Der Hintergrund ist nicht immer klar, aber das ist der Sinn. Worte sollen nicht einfach nur etwas wiedergeben. Worte sollen auffordern zu denken. Selbständig ihren Sinn zu erfassen und diesen anzuwenden, das wollen Worte. Nicht einfach nur dastehen und bedeutungslos sein. Und jedes Wort hat verschiedene Bedeutungen. Mehrere für ein Wort gibt es auch. Es ist reine Definitionssache und eigentlich auch individuell. Es gibt kein richtig oder falsch. Es gibt nur die Wahrheit. Und die sollte immer aufgeschrieben werden, denn sonst verliert man sie manches Mal im Meer der Lügen. Worte können erschrecken und erfreuen zugleich und das nur, weil sie vor einem stehen. Es gibt nichts, was mächtiger ist, als die Schrift, denn sie zeichnet einen Menschen aus. Sie zeigt sein wahres Ich.
Dennoch ist es schwer, das Wirrwarr im Kopf zu Worten zusammenzufassen. Aus Zahlen lassen sich keine Buchstaben machen und andersherum. Aber man sollte nichts unversucht lassen, sich auszudrücken. Und egal, wie feige es einem erscheint, dass man lieber schreibt als redet: Die Sprache vergeht, sie verschwindet und ist nie mehr wiederzufinden oder einzufangen. Die Schrift ist für immer. Sie bleibt in Erinnerung, hinterlässt ein Bild und ist immer wieder abrufbar. Das macht sie so einzigartig. Und das gibt ihr die Wichtigkeit, die sie verdient. 

I can breathe.
"I have loved you for a thousand years - I love you for a thousand more."

Irgendwie bewundernswert. Zumindest, wenn man es mehrdeutig sieht.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Es scheint, als lebte ich momentan in der Vergangenheit. Meine Gedanken sind genau dieselbigen. Und immer wieder erinner ich mich an das, was mal war. Alles Dinge, die mich prägten, die das aus mir machten, was ich bin. Dennoch ist es irgendwie erschlagend. Ich denke wieder mehr über alles nach, beobachte Menschen und versuche ihre Gestik und Mimik zu deuten. 
Wenn man an wem vorbeigeht, so wird einem kurz ins Gesicht geschaut, dann von oben nach unten und wieder von unten nach oben beäugt und wieder schweift dann der Blick in die Augen. Danach folgt das Fazit. Mag ich die Person? Mag ich sie nicht? Ist sie eingebildet? Wie alt ist sie? Einem gehen um die hundert Fragen durch den Kopf, ohne dass man es merkt und ohne, dass man eine richtige Antwort drauf findet. Wobei man sie eh nie brauchen wird, da es unwahrscheinlich wird, sich wieder zu begegnen.
Dennoch merke ich, wie manipulierbar manche Menschen sind. Es gibt ein paar Dinge, die mehr Aufmerksamkeit erregen als andere. Hohe Schuhe sind ein Paar davon. Man wirkt größer, älter, mächtiger, selbstbewusster. Der Körper ist gerader, der Gang rhythmisch. Der Kopf erhoben und der Blick starr nach vorn gerichtet, immer hin zum Ziel. Das erregt Aufmerksamkeit, weil es ein Ausdruck von Stärke ist, ohne dass es uns eigentlich bewusst ist. 
Es ist gruselig, wie man heutzutage beobachtet und beäugt wird. Alle urteilen und eigentlich weiß keiner, wie richtig - oder eher - wie falsch er damit liegt. Es zählt nur noch das Äußere, auf innere Werte wird geschissen. Sehen wir gut aus, so können wir uns alles erlauben. Uns benehmen wie Schlampen und Arschlöcher, wie die hinterlistigsten Menschen der Welt, ohne dass man auch so behandelt wird. Entspricht man nicht dem heutigen Ideal, so wird über einen hergezogen. Egal, ob der andere das Gleiche getan hat oder nicht. Menschen, die nicht in ein gewisses Ideal eingeordnet werden können, sind schon von anfang an die Opfer, Loser und Verlierer. Egal, was sie weiterhin tun. Egal, wie sie sich benehmen. Dabei sind genau die diejenigen, die die Welt mit richtigen Augen sehen, die wissen, wie man die goldene Regel anzuwenden hat.
Die anderen, tollen, schönen, coolen spielen sich Freundschaften nur vor und hinterm Rücken wird über einen abgezogen. Beste Freunde nach außen werden nach innen zu Feinden. Sie belügen sich selbst, die anderen und die, die ihnen was wert sind. Lügen werden zur Wahrheit und keiner merkt es. Oberflächlichkeit regiert die Welt und keiner kann sie aufhalten, denn die Realisten werden weder wahrgenommen noch ernstgenommen. Willkommen im 21. Jahrhundert.