Freitag, 3. Juni 2022

 Je länger ich darüber nachdenke, desto sicherer bin ich mir.

Ich habe gestern festgestellt, dass das Schreiben schon immer mein Medium war. Auch wenn ich mir mittlerweile fiktive Geschichten ausdenke und wesentlich weiter denke, als damals, so habe ich auf meiner externen Festplatte doch zehn angefangene Projekte gefunden. Die meisten davon sind entstanden, wenn es mir selbst nicht so gut ging, und das hört man auch raus.

In einem dieser Dokumente habe ich dich als meinen besten Freund betitelt. Also damals. Und das hat mich zum Nachdenken gebracht, wie wir beide uns überhaupt kennengelernt haben. War es der Chor in der 5. und 6. Klasse? Oder die Handarbeits-AG? Auf jeden Fall ist mir aufgefallen, dass du schon damals nicht in das typische (und ätzende) Männerbild gepasst hast. Du warst einfach du. 

Aber wer wäre ich, wenn ich nicht direkt wieder von dir träumen würde, nur weil ich über dich nachdenke. Davon träume, dich wiederzusehen, dir zu zeigen, was ich immer noch, nach dieser ganzen Zeit fühle. Und zu merken, dass es dir ähnlich geht. Aber dann kommt der schwierige Teil: Ich liebe nicht nur dich. 

Mein Herz ist groß genug für mehrere Menschen. Damals konnte ich es nie einordnen, warum ich mir so sicher war, dass es möglich ist, zwei Menschen zu lieben. Aber mittlerweile kann ich es. Keine Liebe ist wie die andere, aber das macht sie nicht stärker oder schwächer. 

Ich hab keine Ahnung, was passieren würde, wenn wir uns mal wiedersehen würden. Es ist ewig lange her und ich habe mich verändert genauso wie du dich verändert haben wirst. Aber dennoch würde ich so gern herausfinden, wie es dir geht, wie du denkst, wie du bist. 

Aber wo soll das hinführen. 

Also träume ich einfach weiter von dir und erzähle dir in meinen Träumen, wie sehr ich dich liebe. 

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