Donnerstag, 31. Januar 2013

Entweder ist mein Kopf ganz leer oder ganz voll. Ich bin mir nicht sicher. Sicher bin ich mir nur, dass ich mal wieder nicht denken kann. Und dass ich mir zu viele Sorgen mache. Zu viel Nachdenke. Und dass ich nichts auf die Reihe bekomme. Wie so oft.
Da werde ich seit drei Tagen damit zugejammert, dass es mit der Liebe nicht klappt und ich selbst sitze da und denke, wie es demjenigen wohl ginge, wenn er in meiner Lage wäre. Ich glaube, ich hätte jeglichen Grund zum Jammern. Und ich tu es nicht. Nicht, dass ich ihm nicht zuhöre, aber langsam wird es anstrengend. Ihm ständig sagen zu müssen, er soll den Kopf nicht hängen lassen und nicht so negativ denken. Aber ich wäre in seiner Lage wohl auch nicht anders. Nur, dass ich nicht so viel jammern würde. Aber vielleicht habe ich das in den Jahren auch einfach gelernt. Nicht jedem meine gesamten Probleme erzählen und tagtäglich darüber jammern. Allgemein weiß eigentlich keiner von meinen Problemen. Ich rede ja nicht drüber, haha. Warum auch. Mir helfen kann eh keiner, warum sollte ich also irgendwem davon erzählen? Ebenso gut weiß keiner, was ich denke. Wie ich fühle oder sonst was. Außer vielleicht die Personen, die das hier lesen. Wobei ich mir, ehrlich gesagt, nicht einmal da sicher bin. 
Manchmal denke ich, es wäre besser einfach allein zu sein. Diese Woche habe ich gemerkt, wie sehr mir das fehlt, das Alleinsein. Einfach mal Ruhe zu haben, niemanden um sich herum, tun und lassen können, was man will. Mir fehlt meine verdammte Freiheit. Ich wüsste, wie ich sie bekäme, bin mir aber nicht sicher, ob ich das wirklich will. Ob das nicht nur wieder eine meiner Phasen ist, die sich nach einem Monat wieder verflüchtigt haben und ich dann wieder bei irgendwem antanze und sag: "Hey, du, war nichts mit der Freiheit, hätt gern meine Gefangenschaft wieder.". Wobei Gefangenschaft hart ausgedrückt ist. Ich hab ja immernoch gewisse Freiheiten. Nur eben nicht die des Alleinseins. Oder ich hätte sie wahrscheinlich schon, wäre da nicht meine Eifersucht und meine netten Gedanken, die mir selbst das kaputtmachen, haha. Ich bin wohl diejenige, die mir selbst im Weg steht. Anders kann ich mir das nicht erklären. Aber ich kann mich auch genau so wenig ändern. 
Ich wünschte schon irgendwie, ich wäre nicht hier. Und auch nicht dort. Einfach nicht da. Dann müsste ich nicht Tag für Tag mit sowas kämpfen. Aber was das angeht, habe ich Disziplin. Immerhin etwas, was ich zu können scheine. Wow. Gerade das, wo ich am wenigsten Disziplin brauche, da habe ich genügend. Oder ich bin einfach zu faul, mir Ausreden und Versteckmöglichkeiten auszudenken. Halte ich für wahrscheinlicher. 

Am I better off dead? I'm still in love but all I heard was nothing.

Mittwoch, 30. Januar 2013

Weil Englisch nunmal schöner ist als Deutsch. <3

Sonntag, 27. Januar 2013


So langsam sollte ich mir Gedanken machen. Ich meine, ich kann unmöglich so weitermachen. Okay, ich könnte schon. Wahrscheinlich wäre ich  so "herzlos" und könnte das, ja. Einfach, weil ich viel zu egoistisch und ängstlich bin. Aber irgendwas sagt mir, dass sich was ändern sollte. Und dass sich auch etwas ändern wird. Ob ich es nun will oder nicht. Und so wie ich mein Leben kenne, wird es niemals so sein, wie ich es mir ausmale oder wie ich es plane. Warum auch? Ich schmiede Pläne damit sie eh nicht verwirklicht werden. Klar. Aber mal ehrlich, ich hasse meine jetzige Situation. Es ist total egal, wie lange, wie oft und wie intensiv ich nachdenke, ich komme zu keinem Ergebnis. Bzw ich komme schon zu einem. Nur ändert das Ergebnis alle fünf Minuten seine Erscheinung. Was das Ganze nicht im geringsten einfacher macht. Aber wann war mein Leben jemals einfach? Achja, noch nie. Warum auch. 
Und durch den Krams und meine tollen Gedanken dazu bin ich genau dort wieder angelangt, wo ich vor knapp 1 1/2 Jahren war. Am psychischen Abgrund. Ich merke selbst, wie ich mich zurückziehe, wie gern ich allein sein will. Selbst die fünf Tage, die ich getrennt von ihm war, haben mich nicht im geringsten gestört. Im Gegenteil. Ich habe es genossen. Diese Freiheit einfach mal keine Verpflichtung zu haben. Einfach mal mich so verhalten zu können, wie ich es möchte, nicht wie man es von mir erwartet. Mir fehlt diese Freiheit. Irgendwie. Einfach mal abhauen zu können. Weglaufen, mich ausruhen, klar denken können und dann wiederkommen. Habe ich ja letzte Woche versucht. Bin kläglich an einem Verfolger gescheitert und egal, wie sehr ich ihn angeschrien habe, dass ich alleine sein will, er ging nicht. Theoretisch hätte ich letzte Woche zu genüge weglaufen können, nur war ich mindestens zwei Tage davon anders beschäftigt. 
Eigentlich müsste ich dir danken. Weil du es schaffst, dass ich nicht nachdenke. Weil du mich von jeglichen Gedanken abbringst und ablenkst. Schafft nämlich momentan niemand. Nicht einmal ich selbst. Weil ich mal wieder die psychische Kontrolle über mich selbst verliere. Erneut. "Die Vergangenheit holt einen immer ein." - Wer's nicht glaubt: Es ist so. Definitiv. Irgendwann enden wir eh alle in einer Psychiatrie. Immerhin wurde schon bestätigt, dass letztes Jahr 50% mehr Antidepressiva vergeben werden mussten, als die Jahre zuvor. Vielleicht sollte sich die Gesellschaft mal Sorgen darüber machen, warum denn. Kommt ja nicht so aus'm Himmel geflogen, diese Depression. Aber wer macht sich denn schon Sorgen?
Keiner. Merkt ja auch keiner, dass wir auf einem Maskenball leben. Keiner bemerkt die ganzen Lügen, das Schweigen und das Wegrennen. Oder ich merke nichts. Aber das bezweifle ich. Oder habe ich verpasst, dass mich irgendjemand drauf angesprochen hat, was denn mit mir lossei? Vielleicht ist das auch wieder soetwas, was ich einfach vergesse ohne es zu verarbeiten. Ich vergesse sowieso schon so viel. Nur meine Probleme, die nicht. Wobei es nichteinmal mehrere sind. Es ist nur ein einziges. Und ich will es auch nicht Problem nennen. Es ist für mich nämlich keins. Nur für die Gesellschaft wäre es eins. Glaube ich. Fragt sich nur, ob ich deshalb eine Lösung finden sollte oder eben nicht. So oder so, ich werde mir wieder selbst schaden. Wie sollte es auch anders sein. 
Das Leben ist ein Kreislauf, denn sonst wäre ich heute nicht wieder bei meinem allerersten Blogtitel von vor zwei Jahren angelangt: "Das Leben ist ein Maskenball. Und wir sind mittendrin."
Notiz an mich selbst: Liebe war nie und wird nie einfach sein. Auch für mich nicht.