Es ist immer wieder erstaunlich wie viel ein klitzekleiner Moment im Leben einen voll von dem Weg schubst und man plötzlich woanders langläuft, als man eigentlich wollte. Das Problem ist nur, dass man absolut keine Ahnung hat, wo dieser Weg enden wird und was einem auf dem Weg zur nächsten Kreuzung so entgegenkommt. Probleme, Fragen, Missverständisse, Schmerz, Freude, Trauer.. alles möglich, nur keine Ahnung, was davon nun alles auftritt.
Ich sollte vielleicht Angst haben, aber die habe ich nicht. Irgendwas gibt mir das Gefühl von Stärke. Ich weiß selber nicht, wo mich das alles hinführen wird, aber ich lass mich überraschen.
Samstag, 10. November 2012
Mittwoch, 7. November 2012
In was für einer Welt leben wir eigentlich?
"Ich versteh diese Menschen nicht, sie geben Liebe, um Liebe zu kriegen, führen Kriege um Kriege zu führen, reden, damit sie sich beim Reden zuhören können, sie tun alles nur für sich ich versteh diese Menschen nicht, sie funktionieren weder in Massen noch allein, weder getrennt noch vereint."
Kein Mensch hat mehr Zeit, alle rennen sie wild durch die Gegend, wahrscheinlich in der Hoffnung irgendwann auf Umwegen doch noch einmal dahin zu kommen, wo sie eigentlich hinwollen. Es werden keine unnötigen Sekunden mehr dort verschwendet, wo man sie eigentlich immer verschwendet hat. Wenn es an der Kasse mal länger dauert, werden die Augen verdreht. Fährt einer nach einer Sekunde Grünphase noch nicht von der Ampel los, wird er hektisch angehupt. Aber wenn es um einen selbst geht, so sollte der, der einem gegenüber, daneben oder dahinter steht, möglichst lange bleiben, sodass man selbst daraus profitiert. Und dann sind wir auch noch so hinterlistig und warten mehr oder weniger geduldig, anstatt dem Menschen, der unsere Zeit will, einfach zu sagen, dass wir selbst keine Zeit oder einfach überhaupt keine Lust haben, mit dem anderen zu reden. Aber würden wir das tun, dürften wir uns wochenlanges Gejammer anhören, vonwegen, derjenige sei uns ja nicht wichtig und allgemein sind wir doch total scheiße. Wieder ein Beweis dafür, dass wir Menschen eigentlich der Egoismus in Person sind. Wir denken den ganzen Tag nur an uns selbst. Wie WIR den Tag verbringen. Wer UNS dabei Gesellschaft leisten kann, einfach damit man nicht alleine rumgammelt. Wer UNS hilft, wenn wir Probleme haben, weil wir nichts anderes zu tun haben, als dem unsere Sorgen aufs Herz zu werfen - ist ja auch einfach. Wir sind die Probleme los, derjenige, der uns zuhört, darf ab sofort mit ihnen leben.
Gott, ich hasse diese Menschheit. Dieses Jahrhundert, dieses Jahrzehnt. Alles hat sich geändert, und von Respekt findet man heutzutage gar nichts mehr. In spätestens 50 Jahren werden wir alle zu Massenmördern, weil wir immer mehr hassen und weniger lieben und immer mehr Gewalt ausüben, als uns gegenseitig zu sagen, wie wichtig wir uns eigentlich sind. Super Vorraussetzungen für das erste Lebewesen, das ursprünglich mal das war, das eigenständig denken und handeln konnte. Ich muss sagen, die Tiere bekommen das Rudelverhalten irgendwie besser hin als wir. Und das ist irgendwie ein wenig erbärmlich."Ich versteh diese Menschen nicht, sie geben Liebe, um Liebe zu kriegen, führen Kriege um Kriege zu führen, reden, damit sie sich beim Reden zuhören können, sie tun alles nur für sich ich versteh diese Menschen nicht, sie funktionieren weder in Massen noch allein, weder getrennt noch vereint."
Dienstag, 6. November 2012
Bemerkenswert, dass ich es nach über einem Jahr immernoch gruselig finde, allein durch die Straßen zu gehen. Lange nicht so paranoid wie damals, aber dennoch mit einer gewissen Obacht. Ich hatte den ganzen Weg meinen Regenschirm in der Hand.. Auch wenn ich weiß, dass der mir wohl auch nicht viel helfen würde, aber es beruhigt mich.
Ich hab mich verändert. So viel steht fest. Ich bin offener, offensichtlicher und direkter geworden. Auf alles bezogen. Ich sage meine Meinung, wenn ich das Bedürfnis habe sie zu sagen. Und ich rede über Dinge, über die ich vor einem Jahr nicht einmal zu denken gewagt habe. Ich habe gelernt, über Probleme zu reden, denn sie totzuschweigen ist im Endeffekt nichts anderes als ein Davonrennen, obwohl man weiß, dass die Probleme viel mehr Ausdauer haben als man selbst. Und Menschen, die ich mag, denen zeige ich das. Was in meinem Augen nichts Schlechtes ist. Es befreit mich, zu wissen, dass diejenigen wissen, dass ich keinerlei Abneigung gegen sie hege.
Eins hat sich jedoch nicht geändert: Ich bin definitiv immernoch besser in der Schrift als im Wort. Aber wen kümmert das schon, solang diese Schrift eigentlich mehr Gefühle überbringt, als Worte, die aus meinem Mund kommen?
I'm so heavy in your arms
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